Die Wahrheit über Jennifer Aniston

Jennifer Aniston als Moderatorin Alex in "The Morning Show".
Jennifer Aniston als Moderatorin Alex in "The Morning Show".
Foto: Apple TV+
Ihre Männer, ihre Marotten, ihre Millionen: Die Doku The True Story of Jennifer Aniston" (Montag, 28. Juni, 18 Uhr, ZDF Info) gibt Einblicke in das Leben des Superstars.

Zugegeben, es klingt nach einem Klischee – aber manchmal schreibt das Leben tatsächlich die verrücktesten Geschichten. So etwa im Fall von Jennifer Aniston (52), deren Karriere 1994 an einer Tankstelle in L.A. begann. Dort nämlich lief die noch unbekannte 25-Jährige Warren Littlefield über den Weg, dem damaligen Präsidenten von NBC Entertainment. Der war von ihrem Anblick so elektrisiert, dass er sie direkt für die Rolle der Rachel in der geplanten Serie „Friends“ vorschlug.

Ein märchenhafter Karrierestart, der jetzt in der Doku „The True Story of Jennifer Aniston“ (hier in der ZDF-Mediathek) beleuchtet wird.

GOLDENE KAMERA verrät exklusiv weitere spannende Fakten über den Star: Auf den ersten Blick hatte Aniston tolle Startbedingungen. Ihr Vater John war einer der Stars in der US-Soap „Zeit der Sehnsucht“, ihr Patenonkel Telly Savalas spielte den kahlköpfigen New Yorker Cop „Kojak“. Doch die junge Jennifer litt unter einem Komplex, weil ihre Mutter Nancy Dow ihr einredete, ihre Nase sei außergewöhnlich groß. Zum Glück ließ sie sich letztlich doch nicht beirren.

Jennifer besuchte die „LaGuardia High School of Music & Art and Performing Arts“ in Manhattan, hatte eine Komparsenrolle im Film „Mick, mein Freund vom anderen Stern“ und zog von New York nach Hollywood. Ihr Leben dort begann mit einer Abfolge von Enttäuschungen. Zwar ergatterte Aniston 1992 ihre erste Hauptrolle im Horrorfilm „Leprechaun“, der allerdings fiel bei Kritik und Publikum durch. Die Sitcom „Molloy“ und die Serie „Ferris Bueller“ floppten ebenso, Aniston war kurz davor aufzugeben. Auf dem Tiefpunkt jedoch machte das Schicksal alles wett: Beinahe zeitgleich kamen Angebote für „Saturday Night Live“ sowie „Friends“. Jennifer wurde zu Rachel Green – und über Nacht zum Star.

Anfänglich bekam Jennifer 22.500 Dollar pro „Friends“-Episode, am Ende eine Million pro Folge! Auf dem Zenit heiratete sie Brad Pitt. Doch 2004 war der Traum vorerst ausgeträumt: „Friends“ endete nach zehn Jahren und Pitt verließ Aniston für Angelina Jolie.

Als wollte sie ihren Liebesschmerz zumindest auf der Leinwand kompensieren, drehte sie in der Folgezeit etliche Romantic Comedys, darunter auch ein paar Flops. 2014 jedoch kam mit „Cake“ der Wandel. Kritiker nannten ihre Darstellung einer Schmerzpatientin „oscarreif“. Zwar bekam sie den Preis nicht, sie hatte sich aber neu erfunden. Heute ist Aniston ein Weltstar. Ihre Firma „Echo Films“ produziert für Netflix Hits wie „Murder Mystery“. Für „The Morning Show“, ihre erste große Serienrolle nach „Friends“, gewann sie den „Screen Actors Guild Award“.

Und einen Instagram-Rekord brach sie 2019 noch nebenbei: Fünf Stunden und 16 Minuten nach ihrem Beitritt hatte sie bereits eine Million Follower!

Aktuell ist das „Good Girl“ mit dem skandalfreien Leben in „Friends: The Reunion“ (bei Sky) zu sehen. Wie sie all das geschafft hat? Auf jeden Fall war sie genau zur richtigen Zeit tanken.