Anna Schudt als Lokalpolitikerin im Visier von Nazis

Anna Schudt im Gespräch mit der GOLDENEN KAMERA.
Anna Schudt im Gespräch mit der GOLDENEN KAMERA.
Das ZDF plant einen Film mit Anna Schudt als von Nazis bedrohte Lokalpolitikerin.

GOLDENE KAMERA-Preisträgerin von 2019 Anna Schudt musste sich in ihrer Rolle als Kommissarin Martina Bönisch im Dortmunder "Tatort" schon häufig mit rechten Gesinnungen rumärgern. In dem Film, für den sie in diesem Herbst vor der Kamera steht, wird aber zudem ihre Familie bedroht. Schudt spielt für den ZDF-Fernsehfilm der Woche eine Lokalpolitikerin, die offen angefeindet wird. Ein Szenario, das leider immer häufiger der Realität entspricht.

Darum geht's

Claudia Voss, ehrenamtliche Ortsbürgermeisterin und sehr beliebt in ihrer Kleinstadt, wird vor vollendete Tatsachen gestellt: der Landkreis hat entschieden in Neustadt-Linden ein Flüchtlingsheim zu errichten. Unversehens geräts sie ins Visier der rechten Szene und sieht sich mit Einschüchterungsversuchen konfrontiert. Je mehr sie sich bemüht zu vermitteln, umso heftiger werden die Anfeindungen. Claudia und ihre Familie stehen vor einer Zerreißprobe: Ist ihr Engagement es wert, ihren Mann, ihre Tochter und sich selbst in Gefahr zu bringen?

Hintergrund

Die Regie führt Christiane Balthasar. Das Drehbuch stammt von Magnus Vattrodt.

Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie, sagt: "Lokalpolitiker*innen werden immer öfter zur Zielscheibe einer gewaltbereiten Szene. Damit wird ein ganz wesentlicher Pfeiler unserer Demokratie angegriffen: Das politische Engagement vor Ort. Wir erzählen mit unserer Geschichte keinen Einzelfall, sondern zeichnen eine Methode nach, wie in Gemeinden und Kleinstädten die politisch Engagierten immer stärker unter Druck gesetzt werden."

Ein Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest.

Bildergalerie: Diese Filme und Serien werden derzeit gedreht: