Ein Quiz fürs ganze Land - "Das große Deutschland-Quiz"

Mit einer eigenen Show startet Moderatorin Sabine Heinrich nun zur besten Sendezeit durch. Das sind ihre Ziele.

Sie ist die bekannteste Radiostimme in Nordrhein-Westfalen. Überregional kennt man sie aus Talk- und Politiksendungen des WDR. Sachlich, frech, charmant, immer volksnah – das sind ihre Markenzeichen. Ihnen verdankt Sabine Heinrich wohl auch die große Chance, die sie nun bekommt: eine eigene Quizshow beim ZDF. „Das große Deutschland-Quiz“ startet am Samstag, 10. Juli um 19.25 Uhr im ZDF.

Darum geht's in "Das große Deutschland-Quiz"

„Wir quizzen uns durch das ganze Land“, sagt die 44-Jährige im Interview mit GOLDENE KAMERA. Vier prominenten Gästen aus verschiedenen Regionen stellt sie dabei Fragen zu Städten, Landschaften, Historie und Helden der Nation. Zumindest in den ersten vier Folgen, die am Vorabend ausgestrahlt werden. Für das Quiz in der Primetime am 7. August und 25. September wird „das Format erweitert“, so Sabine Heinrich. Dann sind acht prominente Kandidaten am Start. „Und jeder Gast tritt stellvertretend für seine Heimatregion an. Das fördert natürlich den Ehrgeiz.“

Mit dem Schwerpunkt Heimatkunde liegt das Quiz voll im Trend: Laut einer neuen Studie des Marktforschungsinstituts Mintel plant knapp die Hälfte der Deutschen, ihren Urlaub dieses Jahr im eigenen Land zu verbringen. Die Wiederentdeckung der Heimat sieht Heinrich als eine Folge der Coronapandemie: „Ich habe meine Region in den letzten 14 Monaten intensiver kennengelernt und gemerkt, dass man seinen Horizont auch zu Hause erweitern kann. Genau das ist der Geist der Sendung.“ Und sie verspricht: Es wird nicht um Altbekanntes gehen. „Wenn alle auf den Kölner Dom blicken, dann schauen wir in den Keller. Ich finde es großartig, wie vielfältig Deutschland ist. Das zeigen wir mit Freude, Offenheit und Neugier.“

Für eine andere Art von Vielfalt steht ihre Verpflichtung beim ZDF. Seit Längerem wird diskutiert, ob die Öffentlich-Rechtlichen zu wenige Moderatorinnen haben. „Gerade bei den Quizshows frage ich mich, wo eigentlich die Frauen sind“, meint Heinrich. Denn am Angebot mangele es nicht. „Es gibt viele Frauen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Sie sind nur nicht sichtbar.“ Ihr neuer Job sei ein positives Zeichen für die Zukunft. „Die Besetzung wird diverser und offener“, sagt sie. Und fügt hinzu: „Endlich!“