Ein toter Wendeprofiteur in "Stralsund: Das Manifest"

Katharina Wackernagel ermittelt mit zwei neuen zusammenhängenden Folgen wieder in Stralsund. Wie schaffte es ein Anwalt EU-Gelder zu veruntreuen?

Diese zwei neuen Folgen haben es in sich. Geschickt verweben sie verschiedene Erzählfäden zu einem großen spannenden Krimimeisterwerk. "Stralsund: Das Manifest" läuft am Samstag, 28. August, 20.15 Uhr (hier in der Mediathek) und die Fortsetzung "Stralsund: Medusas Tod" zeigt das ZDF am Mittwoch, 1. September auch um 20.15 Uhr (hier in der Mediathek).

Darum geht's in "Stralsund: Das Manifest"

Auf dem Totenbett hat die Mutter noch einen letzten Wunsch an ihren Sohn Dominik Euler (Leonard Carow): Er möge doch dafür sorgen, dass die Akten aus dem Schrank verschwinden.

Ein halbes Jahr später klingelt es beim Wirtschaftsanwalt Johannes Kellermann (Neithardt Riedel) an der Tür. Er begrüßt den Gast: "Ach Jens Roberts, Du musst mir helfen, ihn aus den Weg zu schaffen." Doch ehe Kellermann sein Anliegen weiter ausführen kann, erschießt Roberts (Ronald Kukulies) ihn. Nach dem Mord will Roberts die Spuren beseitigen und wird dabei von Euler überrascht. Dieser kann gerade noch fliehen.

Nina Petersen (Katharina Wackernagel) und Karl Hidde (Alexander Held), die den Tatort untersuchen, vermuten zunächst Raub als Motiv. Doch je mehr sie über den Toten erfahren, desto mehr mögliche Täter kommen in Frage. Kellermann hatte nach der Wende bei der Zerschlagung der Volkswerft geholfen, sie in den Westen verkauft und steht im Verdacht EU-Gelder veruntreut zu haben, die den Erhalt der Arbeitsplätze der Mitarbeiter sichern sollten. Die Akten der Treuhand liegen noch bis 2050 unter Verschluss. Doch Dominik Euler scheint dank seiner Mutter Zugriff auf sie zu haben. Auf der Flucht vor Roberts sucht er Hilfe bei seinem Kumpel Dieter Wolf (Peter Schneider). Dieser gibt ihm Unterschlupf auf einem Bio-Bauernhof. Doch die Bewohner des Hofes gehören zu den Querdenkern und verfolgen rechtsradikale Absichten.

Hintergrund: Katharina Wackernagel im Interview

ZDF: Was ist für Sie das Besondere an der Geschichte der aktuellen "Stralsund"-Filme "Das Manifest" und "Medusas Tod"?

Katharina Wackernagel: Es ist ungewöhnlich, dass wir einen Fall über zwei Filme erzählen können, aber ich finde, es wird dem Thema gerecht. So gibt es die Möglichkeit, etwas tiefer in die Geschichten der Menschen hinter dem Kriminalfall einzutauchen.